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Etappe 7

Zwieselstein (A) – Moos in Passeier (I)

suedtirol,tirol
+ Schwierigkeit:Schwer
+ Dauer:8:45 h
+ Länge:20,9 km
+ Aufstieg:1.040 HM
+ Abstieg:1.483 HM
+ Höchster Punkt:2.488 m
+ Tiefster Punkt:1.015 m

Achtung Höhepunkt! Die Überschreitung des Alpenhauptkamms aus dem quirligen berühmten Ötztal über das Timmelsjoch ins idyllische naturbelassene Passeiertal lässt den E5 von Nord- nach Südtirol auf die Südseite der Alpen wechseln.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Bei einer Alpenüberquerung ist die Überschreitung des Alpenhauptkamms immer einer DER Höhepunkte der gesamten Tour. Sonst wäre man nicht auf einer Alpenüberquerung unterwegs – auch wenn wie beim E5 zwischen Oberstdorf und Gfrill in Südtirol viele weitere Gebirgsgruppen überquert werden. Wenn dann wie auf dieser Etappe des E5 noch vom berühmten Ötztal über das 2.474 m hohe Timmelsjoch ins idyllische Passeiertal gewandert wird, dann kann man sich sicher sein, tiefe Eindrücke von dieser Etappe zwischen Zwieselstein und Moos in Passeier mitzunehmen. Sei es die beeindruckende Aussicht auf die vergletscherten Dreitausender der Ötztaler Alpen, die schöne Hochgebirgslandschaft im Aufstieg entlang der Gurgler Ache durch das Timmelstal, die malerischen Almlandschaften beim Abstieg auf der Südtiroler Seite oder die teilweise uralten Bauernhöfe in den charmanten Bergdörfern des Passeiertales. Eine sehr lange, aber technisch moderate Etappe auf Deinem Weg von Nordtirol nach Südtirol, die jedoch leicht abgekürzt werden kann.

Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt im Dorf Zwieselstein an der Bushaltestelle neben dem Hotel Post. Hier kann man frisches Wasser an einem Brunnen auffüllen. Man folgt dem Gehsteig etwa 50 m taleinwärts bis zur Brücke und biegt kurz davor links ab auf den Hochstattweg Richtung Timmelsjoch, Ötztaler Urweg Nr. 12. Gleich nach der Abzweigung findet man eine E5-Informationssäule mit Prospekten.

Die Forststraße ist zu Beginn steil, wird dann flacher und geht schließlich in einen Wanderweg über. Man folgt der Gurgler Ache ins Timmelstal und nach 2 km biegt man links ab Richtung „Timmelsjoch E5“. Der Weg verläuft immer entlang des Timmelsbaches stetig, teils steil bergauf. Bei nach gut 3 km erreicht man eine Waldlichtung mit Rastplatz.

Nach ca. 3,5 km verlässt man den Wald und erreicht Almwiesen auf 2000 m Höhe. Die Wegbeschilderung ist spärlich, aber Markierungen auf großen Steinen weisen den Weg. Nach etwa 5,5 km kann man sich das Schmugglerdenkmal ansehen. Der Weg wird immer steiler und nach knapp 10 km erreicht man das Timmelsjoch – mit 2.474 m Seehöhe der höchste Punkt der Etappe und zugleich der Punkt, an dem der Alpenhauptkamm von Nord- nach Südtirol überschritten wird. Am Joch befinden sich ein Restaurant, ein Museum zur Timmelsjochstraße und eine E5-Informationssäule.

Der schmale, steile Weg führt auf der anderen Seite des Jochs zunächst über den Urweg Timmelstal entlang des Timmelsbachs talabwärts bis zur Timmelsbrücke. Holzschilder markieren hier den Grenzübertritt nach Südtirol. Etwa 15 Minuten oberhalb der Timmelsbrücke besteht die Möglichkeit, auf einem rechts abzweigenden Weg über eine Variante des E5 zum Gasthof Hochfirst zu wandern und über den Weg Nr. 44 eine halbe Stunde nach dem Gasthof wieder in die hier beschriebene Route zu münden. Diese Alternative erfordert einen zusätzlichen Zeitaufwand von rund 30 Minuten.

Auf der Originalroute folgt man von der Timmelsbrücke aus zunächst etwa 800 Meter der Timmelsjochstraße Richtung Rabenstein bis zu einer starken Linkskurve um einen Rücken herum, bevor der Wanderweg Nr. 29 abzweigt und über etwas steilere Wiesen zu einer Forststraße hinabführt. Diese führt talauswärts zunächst links und später rechts der Passer in Richtung Rabenstein. Kurz vor dem Ortseingang wird die Forststraße über einen Wanderweg abgekürzt, über den eine Asphaltstraße im Weiler Bichl erreicht wird. Die Asphaltstraße führt in wenigen Minuten nach Rabenstein.

Im Dorf macht die Straße nach dem Friedhof eine scharfe Linkskurve, in der geradeaus eine kleinere Straße abzweigt. Ab hier führt nun der E5 dem Routenverlauf des Kummersee Rundweges: der kleinen Straße wird 200 m gefolgt und dann auf einen Wanderweg abgebogen, der hinab zum Passeier Bach führt. Nun folgt der E5 immer dem Wanderweg – abwechselnd als Steig als Forststraße – entlang der Passer bis nach Moos in Passeier. Kurz vor dem Etappenziel informieren E5-Informationstafeln über den weiteren Verlauf. Das letzte Wegstück führt über den Themenweg „Steinbockweg“ und passiert dabei das Bunker-Mooseum, bevor die Etappe im Zentrum des charmanten Dorfes Moos in Passeier endet.

Empfohlener Zeitraum

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Highlights

  • Timmelsjoch-Erfahrung „Schmuggler“
    Das Schmugglerdenkmal auf der Nordtiroler Seite unterhalb des Timmelsjochs erinnert an die gefährlichen Wege der Schmuggler zwischen Tirol und Südtirol. Die Skulptur steht für Mut, Armut und den Handel über die Alpen. Es wurde vom Südtiroler Architekten Werner Tscholl entworfen. Es liegt direkt an der Route des E5 und ist Teil der „Timmelsjoch Erfahrung“, einer Reihe moderner Architekturskulpturen entlang der Passstraße. Weitere Info
  • Bunker Mooseum Moos in Passeier
    Das Bunker Mooseum in Moos in Passeier verbindet Geschichte, Natur und Erlebnis auf besondere Weise. Die moderne museale Einrichtung befindet sich in einem ehemaligen Militärbunker und bietet spannende Ausstellungen zur Ur- und Siedlungsgeschichte des Hinterpasseier, zum historischen Bergbau am Schneeberg sowie zu Geologie und Naturkunde. Auch die Zeitgeschichte der Region wird anschaulich vermittelt. Ein Steinbock-Gehege ergänzt das vielseitige Angebot. Weitere Info
  • Timmelsjoch Passmuseum
    Das Timmelsjoch Passmuseum liegt direkt am Alpenpass auf über 2.000 Metern Höhe und beeindruckt mit seiner außergewöhnlichen Architektur. Das Museum erzählt die Geschichte des Timmelsjochs, der Passstraße und des Lebens im Hochgebirge. Ausstellungen zeigen historische Fahrzeuge, alte Fotografien und Informationen zur Entwicklung des Alpenverkehrs. Das Timmelsjoch Passmuseum wurde vom Südtiroler Architekten Werner Tscholl entworfen. Das Gebäude ist Teil der „Timmelsjoch Erfahrung“, einer Reihe architektonischer Stationen entlang der Hochalpenstraße, die Geschichte, Natur und Kultur der Region vermitteln. Weitere Info
  • Vergletscherte Dreitausender der Ötztaler und Stubaier Alpen
    Über das 2.174 m hohe Timmelsjoch wird auf dem E5 der Alpenhauptkamm überschritten. Das heißt viel näher kommt man an die vergletscherten Dreitausender der Ötztaler und Stubaier Alpen beim E5 nicht ran (das Timmelsjoch trennt diese beiden Gebirgsgruppen, die zu den höchsten der Ostalpen gehören). Der Blick auf hohe Dreitausender wie Zuckerhütl, Wildspitze, Hintere Schwärze und Hochwilde ist beeindruckend.

Einkehrmöglich­keiten

  • Passmuseum Timmelsjoch: Restaurant auf der Passhöhe auf 2.474 m (direkt am höchsten Punkt der Etappe, idealer Raststopp)
  • Gasthof Hochfirst: Einkehrmöglichkeit auf ca. 1.860 m im Timmelsjochgebiet (Südtiroler Küche, gut über E5-Variante erreichbar)
  • Rabenstein: Dorf im Passeiertal auf ca. 1.420 m (kleine Einkehrmöglichkeiten vor dem Abstieg nach Moos)

Unterkünfte

  • Gasthof Hochfirst: Berggasthof auf ca. 1.860 m (Übernachtung direkt an der Route bzw. E5-Variante möglich)
  • Rabenstein: Unterkünfte im Bergdorf auf ca. 1.420 m (Gasthöfe und Pensionen als Zwischenstopp)
  • Moos in Passeier: Talort auf ca. 1.000 m (breites Angebot an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen als Etappenziel)

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