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Etappe 8

Moos in Passeier – Pfandler Alm

suedtirol
+ Schwierigkeit:Mittelschwer
+ Dauer:6:30 h
+ Länge:15,3 km
+ Aufstieg:989 HM
+ Abstieg:682 HM
+ Höchster Punkt:1.327 m
+ Tiefster Punkt:679 m

Im Passeiertal zählt kein großer Gipfel mehr, sondern der Rhythmus des Gehens: über Höfe, Hänge und durch Schluchten bis St. Leonhard und am Ende in Kehren hinauf zur Pfandler Alm – einfach, rau und echt.

Im Passeiertal wird es ruhig. Keine Grenzdramatik mehr, keine spektakulären Joche – stattdessen ein langer Wandertag durch eines der rauen Herzen Südtirols. Der Weg zieht über alte Höfe und steile Waldhänge hinauf nach Stuls und Glaiten, wo die Berge plötzlich weit wirken und das Tal tief unten liegen bleibt. Dann wieder hinab Richtung St. Leonhard, der Heimat Andreas Hofers. Vorbei an Schluchten, Wasserrauschen und alter Bergbauernkultur. Diese Etappe lebt nicht vom großen Gipfelmoment, sondern vom Rhythmus des Gehens: aufsteigen, queren, absteigen, weiterziehen. Erst am Ende schraubt sich der Weg noch einmal ernsthaft bergauf, Kehre um Kehre zur Pfandler Alm. Dort oben wartet kein Luxus, sondern genau das, was man auf dem E5 irgendwann sucht: einfache Wärme, Holzgeruch und das Gefühl, weit genug gegangen zu sein.

Wegbeschreibung

Die Tour startet in Moos in Passeier. Im Dorfzentrum, neben dem Mooserwirt, kann man die Wasserflaschen an einem Brunnen auffüllen. Man folgt dem Gehsteig bis zur Hauptstraße beim Rathaus und biegt links ab, bergauf. Der ursprünglich rechts führende Weg Richtung Klettersteig und Wasserfall ist gesperrt.

Nach etwa 0,5 km zweigt der Stullerweg rechts steil bergauf ab und quert dabei mehrfach die Timmelsjochstraße und die Stuller Straße, bis er einen Hof erreicht. Von dort folgt man zunächst der Stuller Straße und anschließend einem Weg oberhalb der Straße. So gelangt man zur Antoniuskapelle, die einen beeindruckenden Ausblick in das Pfelderer Tal bietet.

In Stuls folgt man rund 2 km der asphaltierten Straße durch den Ort, bevor man nach dem Dorf und der Durchschreitung des Sagbachgrabens rechts auf einen Weg abwärts geht. Nach etwa 50 Höhenmetern zweigt der E5 links ab und quert auf gleichbleibender Höhe wieder zur Straße zwischen Stuls und St. Leonhard. Nach etwa 900 m in gleicher Gehrichtung zweigt wieder rechts ein Wanderweg ab, der in einigen Kehren hinab zu einer weiteren Asphaltstraße leitet. Die Straße kurz nach rechts und gleich wieder auf einen Wanderweg abbiegen, der wieder hinab zur eben verlassenen Asphaltstraße führt. Über diese Straße wird abwärts eine größere Asphaltstraße („Jaufenpassstraße“) und nachfolgend St. Leonhard in Passeier erreicht (Gehzeit vom Startpunkt etwa 3:30 Std.).

In einer Rechtskurve kann geradeaus über den Schlossweg abwärts durch den Ort gewandert werden, bevor wieder die große Straße erreicht wird. Nach dem Hotel Stroblhof hält man sich links und folgt der Beschilderung E5 (Weg Nr. 3) Richtung Pfandleralm bergauf bis zur Volksschule. Weiter geht es auf einer kleinen Bergstraße (Beschilderung E5 bzw. Nr. 3) in Richtung Sandhof – Andreas-Hofer-Weg. Nach dem Gehöft Gander (etwa 1,2 km vom Hotel Stroblwirt) zweigt ein Wanderweg rechts von der Bergstraße ab. Bald teilen sich die Wanderwege: Weg Nr. 3 erlaubt einen empfehlenswerten Abstecher zum „Sandwirt“, dem Geburtshaus von Andreas Hofer – der E5 nimmt jedoch den linken als Weg Nr. 5A nummerierten Weg, der angenehm durch Wälder und Wiesen etwas oberhalb des Talgrundes vorbei am Pfeifertal-Wasserfall entlangführt und schließlich die Hofschenke Pfeiftal erreicht.

Von dort gelangt man zunächst über den Weg 5A und dann über Wanderweg Nr. 1 in etwa 1:45 Stunden (600 Höhenmeter) zur Pfandleralm. Der steinige Waldweg ist teilweise steil und überquert immer wieder kleine Asphaltstraßen bzw. kleine Fahrwege. Auf der Pfandleralm versteckte sich Andreas Hofer, bevor er am 28. Januar 1810 von französischen Truppen gefangen genommen und später in Mantua hingerichtet wurde. Entlang des Weges informieren Stationen über seine letzten Tage.

Bei der Alm befindet sich eine Lichtung mit einem Hirschgehege sowie die alte Hütte, in der sich Hofer einst verborgen hielt. Die Pfandleralm eignet sich hervorragend als Stützpunkt für eine Übernachtung am E5.

Empfohlener Zeitraum

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Highlights

  • MuseumPasseier
    Das MuseumPasseier in St. Leonhard in Passeier widmet sich der Geschichte und Kultur des Passeiertals. Im Mittelpunkt steht der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer. Das Museum zeigt sein Leben, den Tiroler Aufstand von 1809 sowie das bäuerliche Alltagsleben in früheren Zeiten. Freilichtbereiche, historische Gebäude und interaktive Ausstellungen machen Geschichte anschaulich erlebbar. Weitere Info
  • Stuller Wasserfälle
    Die Stuller Wasserfälle gehören zu den sehr hohen Wasserfällen in den Alpen und stürzen in mehreren Kaskaden über steile Felswände ins Tal. Insgesamt überwindet das Wasser mehr als 200 Meter Höhe. Über gut ausgebaute Wege und eine Hängebrücke lassen sich verschiedene Aussichtspunkte erreichen, die eindrucksvolle Blicke auf die tosenden Wassermassen und die umliegende Berglandschaft bieten. Besonders im Frühjahr führen sie viel Schmelzwasser und wirken dann besonders spektakulär. Weitere Info
  • Traditionelle Bergbauernkultur im Passeiertal
    Die Bergbauernkultur des Passeiertal ist geprägt von harter Arbeit in steilen Berglagen und enger Verbundenheit zur Natur. Über Jahrhunderte bewirtschafteten Familien kleine Höfe mit Viehhaltung, Heuernte und Almwirtschaft. Traditionen, Brauchtum und Selbstversorgung spielen bis heute eine wichtige Rolle. Viele Höfe liegen hoch am Hang und sind nur über schmale Wege erreichbar, was die eigenständige Lebensweise der Bergbauern bis heute sichtbar macht.
  • Pfandler Alm als Rückzugsort von Andreas Hofer
    Die Pfandler Alm oberhalb von St. Martin im Passeiertal war 1810 der letzte Rückzugsort von Andreas Hofer. Nach der Niederlage der Tiroler Aufstände versteckte er sich dort in einer abgelegenen Berglage. Die Alm wurde jedoch verraten, und Hofer dort verhaftet. Heute erinnert sie als historischer Ort an den Tiroler Freiheitskampf und bietet zugleich Einblicke in die damalige bäuerliche Bergwelt. Sie ist zugleich das Etappenziel der E5-Etappe Moos in Passeier – Pfandler Alm. Weitere Info

Einkehrmöglich­keiten

  • MuseumPasseier Café: kleines Café beim Museum in St. Leonhard in Passeier auf ca. 690 m (ideal für Pause mit Kulturbezug direkt an der Route)
  • Hofschenke Pfeiftal: traditionelle Einkehr auf ca. 1.200 m zwischen St. Leonhard und der Pfandler Alm (regionale Küche in bäuerlicher Umgebung)
  • Pfandler Alm: einfache Einkehr auf ca. 1.620 m am Ende der Etappe (Hütte mit Verpflegung in historischer Lage oberhalb des Passeiertals)

Unterkünfte

  • St. Leonhard in Passeier: zahlreiche Hotels und Pensionen im Talort auf ca. 690 m (größte Versorgungs- und Übernachtungsmöglichkeit auf der Etappe)
  • St. Martin in Passeier: Hotels, Gasthöfe und Ferienwohnungen im Ort auf ca. 600 m (Alternative mit guter Infrastruktur entlang der Route)
  • Pfandler Alm: einfache Übernachtung auf ca. 1.620 m (Bergalm direkt am Etappenziel, sehr reduziert und authentisch)

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