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Etappe 12

Jenesien – Deutschnofen

suedtirol
+ Schwierigkeit:Schwer
+ Dauer:9:30 h
+ Länge:23,6 km
+ Aufstieg:1.360 HM
+ Abstieg:1.068 HM
+ Höchster Punkt:1.477 m
+ Tiefster Punkt:261 m

Zwischen zwei Welten Südtirols – oder mitten im Zentrum: Vom Bergdorf Jenesien hinab ins quirlige Zentrum Südtirols nach Bozen. Ab dem Bergdorf Bauernkohlern (zu Fuß oder mit Seilbahn erreichbar) die Ruhe genießend über das mittelgebirgige Hochplateau des Regglbergs ins idyllische Bergdorf Deutschnofen.

Nach den alpinen Etappen zwischen Zwieselstein und Meran 2000, auf denen die wunderbare Bergwelt der Ötztaler und der Sarntaler Alpen genossen werden konnte, wird es auf dieser Etappe lieblicher: man steigt gleich vom Start im Bergdorf Jenesien recht gemütlich nach Bozen ab. Die Aussicht auf die Dolomiten ist dabei grandios.

In Bozen, dem quirligen Zentrum Südtirols, ist dann Flanieren angesagt: man wandert über die malerische Talferpromenade mitten durch die Altstadt und über den Obstplatz zur auf der anderen Seite von Bozen gelegenen Talstation der Kohlerer Seilbahn. Statt zu Fuß zu gehen kann mit Hilfe dieser der nun steile 800 Höhenmeter hohe Anstieg unter der Seilbahn alternativ überwunden werden: keine schlechte Idee, da diese Etappe sonst zwar leicht (T2) aber sehr lang ist.

Kaum hat man die Bergstation verlassen wird es ruhig: das Dorf Bauernkohlern und die umliegende Natur bieten einen idyllischen Kontrast zur Stadt. Man ist nun am Rand der Dolomiten auf einer Art Hochplateau in einer lieblichen Berglandschaft unterwegs mit den schroffen Felsgipfeln der Dolomiten als großartige Kulisse. Das Etappenziel Deutschnofen ist ein charmantes Dorf, das perfekt in die südtirolerische Landschaft eingebettet ist und zum Entspannen einlädt.

Wegbeschreibung

Der Ausgangspunkt dieser Etappe befindet sich am Parkplatz bei der Bushaltestelle „Lintnermoos“ im Ortsteil Grumen unterhalb des Dorfzentrums von „Jenesien“, einem malerischen Bergdorf oberhalb von „Bozen“. Schon zu Beginn wird man mit beeindruckenden Ausblicken auf die „Dolomiten“ belohnt. Vom Parkplatz aus startet man in den Pichlweg – die kleine nach Osten führende Straße. Nach 100 Metern führt der Wanderweg Nr. 2B links über eine kurze Lichtung in den Wald hinein. Nach etwa 2 km wird über diesen Wanderweg (und bald rechts über den Wanderweg Nr. 2) absteigend die „Burgruine Rafenstein“, die auf einem Hügel thront, erreicht. Direkt neben der Ruine befindet sich das gleichnamige Restaurant.

Vor der Burgruine biegt man links auf die Bergstraße ein, und folgt dieser (als Wanderweg Nr. 2 markiert) weiter abwärts bis zum Beginn der Stadt Bozen. Unten im Tal angekommen, wird die Sarntaler Straße unterquert und dem Fluss „Talfer“ zunächst entlang der „Talferpromenade“ und ab der zweiten Brücke auf der anderen Seite des Flusses stadteinwärts bis zur „Talferbrücke“ (der ersten Autobrücke) gefolgt. Hier biegt man links ab Richtung Altstadt und gelangt über die „Museumstraße“ zum Obstplatz. Der Platz ist bekannt für seine klassischen Marktstände mit einer bunten Auswahl an Obst und Gemüse. Hier rechts über den Platz und nach 150 Metern links über die Mustergasse erreicht man den „Waltherplatz“, das Herz „Bozens,“ der Walther von der Vogelweide gewidmet ist. Zahlreiche Restaurants, Eisdielen und Pizzerien säumen hier den Platz. Der Platz wird diagonal überquert. Links über die Raingasse und nachfolgend rechts über die Laurinstraße führt der Weg direkt zum Bahnhof von Bozen. Der E5 folgt nun links der Rittnerstraße entlang bis zur Talstation der Rittner Seilbahn. Die Beschilderung weist nun rechts die Bozner-Boden und nach Überquerung der Gleise links der Schlachthofstraße entlang. Aus einem großen Kreisverkehr schräg links hinaus – bald wird der große Fluss Etsch über die Ödenburger Straße und die Kampilbrücke überquert. Unter der Autobahn hindurch und die Talstation der „Kohlerer Seilbahn“ und damit das Ende der Stadt Bozen ist erreicht.

Unterhalb der Seilbahn zieht ein Weg nach rechts (Westen) auf den Rücken westlich der Seilbahn hinauf, dann über den steilen Rücken und zuletzt unter der Seilbahn hinauf zur Bergstation, wo ein hölzerner Aussichtsturm einen fantastischen Rundblick bietet. Nach etwa 500 m erreicht man das Dorf „Bauernkohlern“, dort links haltend über die Straße nach einem weiteren Kilometer „Herrenkohlern“. Ein Forstweg führt leicht ansteigend rund 2,5 km weiter bis zur „Wolfstalalm“, wo man regionale Spezialitäten und traditionelle Gerichte genießen kann. Danach geht es weiter über den Forstweg bis zum Biotop „Totes Moos“. Von hier folgt man links dem Forstweg noch etwa 1 km, bevor der Weg für 1 km in einen Wanderpfad übergeht, der schließlich kurz auf eine asphaltierte Straße beim „Stanerhof“ führt. Anschließend biegt der E5 links auf einen Wanderweg ab und führt durch Wald abwärts bis zum Tschinggermoor.

Hier folgt der E5 für 300 m erneut einer asphaltierten Straße nach rechts, bevor man wieder links auf einen Waldpfad abbiegt. Dieser führt zum „Wölflhof“, der zur Rast einlädt.

Am Wölflhof führen viele Wege auseinander bzw. zusammen: Durch den Hof hindurch folgt der E5 der Straße einige Meter bis vor eine Rechtskurve. Hier zweigt links ein Forstweg (Nr. 3) und gleich wieder rechts ein Weg (Nr. 1, 2 & E5) ab, der nun für etwa 150 Höhenmeter abwechselnd als Wanderweg, Forstweg und später als Straße durch Wiesen und Wälder sanft bergauf führt, bis nach etwa 2 km das Etappenziel in „Deutschnofen“ erreicht ist.

Empfohlener Zeitraum

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Highlights

  • Burgruine Rafenstein
    Die Burgruine Rafenstein thront oberhalb von Bozen am Eingang zum Sarntal und zählt zu den ältesten Burgen Südtirols (erbaut wahrscheinlich im 12. Jahrhundert). Bereits im Mittelalter sicherte sie den wichtigen Verkehrsweg. Heute sind Mauerreste, der Bergfried und Teile der Anlage erhalten. Wanderer erreichen die Ruine über die E5 Etappe Jenesien – Deutschnofen und werden mit einem weiten Blick über das Etschtal und die Stadt Bozen belohnt. Die Anlage vermittelt eindrucksvoll mittelalterliche Wehrgeschichte. Weitere Info
  • Schloss Maretsch Bozen
    Das Schloss Maretsch ist eine gut erhaltene mittelalterliche Niederungsburg im Zentrum von Bozen, umgeben von Weinbergen. Ursprünglich im 13. Jahrhundert entstanden, wurde sie im 16. Jahrhundert von der Familie Römer zu einem prächtigen Renaissancesitz mit markanten Rundtürmen und reich bemalten Sälen umgestaltet. Für Touristen ist das Schloss je nach Veranstaltung zugänglich, da es heute vor allem als Kultur- und Eventzentrum genutzt wird. An Tagen ohne Events können Teile der Anlage besichtigt werden, teils auch im Rahmen geführter Besichtigungen. Besonders sehenswert sind der Innenhof, die Freskensäle und die Lage mit Blick auf Stadt und Berge. Weitere Info
  • Altstadt von Bozen
    Die Altstadt von Bozen verbindet alpine und mediterrane Kultur auf besondere Weise. In den historischen Laubengassen reihen sich Geschäfte, Cafés und alte Handelshäuser aneinander und schaffen eine lebendige Atmosphäre. Ein zentraler Treffpunkt ist der Obstmarkt, auf dem täglich ein bunter Markt mit Obst, Gemüse und regionalen Produkten stattfindet. Nur wenige Schritte entfernt liegt der repräsentative Waltherplatz mit dem Dom und Blick auf die Dolomiten. Die Altstadt lädt zum Flanieren ein und macht die besondere Mischung aus Südtiroler Tradition und italienischem Lebensgefühl erlebbar. Weitere Info
  • Kohlerer Seilbahn
    Die Kohlerer Seilbahn wurde 1908 eröffnet und ist damit eine der ältesten offiziell genehmigten Personen-Seilbahnen der Welt. Sie verbindet Bozen mit dem Hausberg Kohlern. Die Fahrt führt in wenigen Minuten vom Stadtgebiet hinauf auf rund 1.100 Meter Höhe. Oben erwartet Besucher eine ruhige Berglandschaft mit Wäldern, Wanderwegen und weiten Ausblicken über das Etschtal bis zu den Dolomiten. Die Seilbahn ist heute modernisiert, hat aber ihren historischen Charakter bewahrt und ist sowohl für Wanderer als auch Ausflügler ein beliebter und schneller Zugang in die Bergwelt oberhalb der Stadt. Weitere Info
  • Biotops Totes Moos und Tschinggermoor
    Die Biotope Totes Moos und Tschinggermoor bei Deutschnofen sind geschützte Hochmoore auf dem Hochplateau des Regglbergs. Der Lebensraum ist geprägt von Torfmoosen, Latschen und seltenen Pflanzen- und Tierarten. Holzstege führen Besucher durch das sensible Gebiet, ohne die Natur zu beeinträchtigen. Die Biotop zeigen eindrucksvoll, wie sich Moorlandschaften über Jahrtausende entwickeln und welche Bedeutung sie für Wasserhaushalt und Biodiversität haben.

Einkehrmöglich­keiten

  • Burgruine Rafenstein Restaurant: Einkehr direkt oberhalb von Bozen auf ca. 700 m (historische Anlage mit Gastronomie und Blick ins Etschtal)
  • Wolfstalalm: Almhütte auf ca. 1.600 m im Kohlern-Gebiet (regionale Küche und ruhige Waldlage auf dem Anstieg aus Bozen)
  • Wölflhof: Berggasthof auf ca. 1.300 m im Waldgebiet oberhalb von Bozen (Rast- und Einkehrmöglichkeit entlang des Höhenwegs nach Deutschnofen)

Unterkünfte

  • Bozen: zahlreiche Hotels, Pensionen und Stadthotels im Tal auf ca. 260 m (idealer Versorgungs- und Übernachtungspunkt mitten in der Altstadt)
  • Bauernkohlern: kleine Unterkunftsbetriebe und Gasthöfe auf ca. 1.100 m (ruhige Bergsiedlung oberhalb von Bozen nach der Seilbahn)
  • Deutschnofen: Hotels, Gasthöfe und Ferienwohnungen auf ca. 1.350 m (Etappenziel auf dem Regglberg mit guter touristischer Infrastruktur)

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