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Etappe 11

Meran 2000 – Jenesien

suedtirol
+ Schwierigkeit:Schwer
+ Dauer:6:30 h
+ Länge:21,8 km
+ Aufstieg:370 HM
+ Abstieg:1.258 HM
+ Höchster Punkt:2.083 m
+ Tiefster Punkt:1.047 m

Panoramawege, Almenflair und Dolomitenblicke: Die E5-Etappe von Meran 2000 nach Jenesien verbindet entspannte Höhenwege mit echtem Südtirol-Genuss.

Die Etappe von Meran 2000 nach Jenesien verbindet aussichtsreiche Höhenwege mit dem besonderen Flair der Südtiroler Almlandschaft. Auf sanften Pfaden führt der E5 vorbei an weiten Bergwiesen, urigen Almen und lichten Lärchenwäldern – stets begleitet von beeindruckenden Blicken auf die Dolomiten und das Etschtal. Nach dem alpinen Charakter der vorherigen Etappen zeigt sich der Weitwanderweg hier von seiner genussvollen Seite: weniger steil, dafür umso panoramareicher. Immer wieder laden gemütliche Einkehrmöglichkeiten dazu ein, regionale Spezialitäten zu genießen und die Ruhe der Sarntaler Alpen auf sich wirken zu lassen. Der abwechslungsreiche Weg verläuft entlang aussichtsreicher Höhenrücken und führt schließlich hinunter nach Jenesien, einem sonnigen Hochplateau oberhalb von Bozen. Eine Etappe für alle, die Naturgenuss, Weitblicke und Südtiroler Almkultur miteinander verbinden möchten.

Wegbeschreibung

Die Tour startet auf der Meraner Hütte, wo man sich gut mit Wasser versorgen sollte, da auf den kommenden 9 km keine Möglichkeit zum Auffüllen besteht. Zunächst wird der Forststraße nach Süden (rechts aus Sicht der Hütte) gefolgt und nach 500 m rechts Richtung Kreuzjoch abgebogen (Weg Nr. 4; die ersten Meter auf einer Almstraße, die aber gleich zu einem Wanderweg wird).

Ein Abstecher zum 2.080 m hohen Spieler, gleich westlich des Weges gelegen, lohnt sich. Oben erwartet uns ein fantastisches Panorama und eine gemütliche Bank, die zum Verweilen einlädt.

Weiter geht es entlang des Bergrückens, anfangs abwärts ins Kreuzjöchl (1.984 m), dann wieder in gleicher Gehrichtung weiter leicht aufwärts zum 2.086 m hohen Gipfel des Kreuzjochs. Oben angekommen erwartet uns eine beeindruckende 360-Grad-Panoramaplattform mit einem letzten Blick zurück auf Meran 2000, bevor es über den Bergrücken hinunter – an einer Weggabelung links auf Weg Nr. 4 haltend – zum Auener Jöchl (1926 m) geht.

Man ignoriert die rechts und links abzweigenden Wege im Joch und wandert einige Meter weiter Richtung „Stoanerne Mandln“. Hier führt nun die Hauptroute des E5 rechts hinab – es ist jedoch sehr empfehlenswert, die etwas längere E5-Variante über den kleinen Gipfel der Stoanernen Mandln (Schöneck) zu nehmen. In diesem Fall wird der linke Weg Nr. 11 gewählt und zunächst ein kleines aber wunderschönes Hochplateau, wo im Sommer Kuhherden und Haflinger Pferde weiden, durchquert. Nach einem weiteren Anstieg von 70 Höhenmetern wird das Gipfelkreuz der Stoanernen Mandln (Schöneck) auf 2001 m erreicht – umgeben von hunderten von kleinen Steinmandln, die eine faszinierende Kulisse bieten.

Der anschließende Weg (Nr. 23A, dann rechts auf den Weg Nr. 28 abzweigen) führt über den Südkamm abwärts zur Möltner Kaseralm (1.763 m) die nach 9 km ausgehend vom Start erreicht wird. Die Alm liegt in einer idyllischen Waldlichtung und eignet sich perfekt für eine Rast. Hier gibt es zum ersten Mal seit dem Start wieder die Möglichkeit, Wasser aufzufüllen. Hier mündet die Variante des E5 über die Stoanernen Mandln wieder mit der Hauptroute zusammen.

Von der Alm führt eine flache Forststraße weiter nach Süden Richtung Salten. Nach dem kleinen Gipfel des Möltner Jochs (1733 m) führt der Weg weiter Richtung Süden an schönen Almhütten und große Feldkreuze, die den Weg säumen, vorbei. Bei der ersten Gabelung folgt der E5 dem linken der beiden Wege, um dann den rechten Weg zu wählen. Man trifft auf eine quer verlaufende Forststraße, der kurz nach links gefolgt, sogleich aber rechts der Weg Nr. 1 gewählt wird.

Nun wird der Parkplatz Schermoos passiert und links abbiegend zur Jakobus-Kirche aufgestiegen, wo sich ein weiterer Aussichtspunkt und ein kleiner Gastbetrieb befindet.

Der Weg Nr. 1 führt anschließend in gleicher Gehrichtung über eine malerische Lärchenallee leicht bergab und durch dichte Wiesen und Wälder. Ein Sagenweg begleitet den E5 Wanderer über den sanften Rücken der Langfenn Wiesen, und man kommt am sagenumwobenen Rabenbühel vorbei, um den sich alte Hexensagen ranken

Nach knapp 20 km endet der Sagenweg und man erreicht eine asphaltierte Straße. Nach einem Abstecher beim Gasthaus Edelweiss biegt man rechts ab und folgt dem Guggenweg (Nr. 33), der durch den Wald hinab zu einer Asphaltstraße führt. Unterwegs lohnt sich eine Einkehr beim Hofschank Wietererhof. Auf die Asphaltstraße rechts abbiegend wird das Dorf Jenesien nach einem abwechslungsreichen Tag voller atemberaubender Ausblicke und unvergesslicher Erlebnisse erreicht.

Empfohlener Zeitraum

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Highlights

  • Der kleine Gipfel „Stoanerne Mandln“ mit seinen unzähligen Steinmännchen
    Die Stoanerne Mandln sind ein markanter Gipfelpunkt in den Sarntaler Alpen und bekannt für ihre zahlreichen Steingestalten, die wie kleine Figuren auf dem Rücken des Berges stehen. Der Ort gilt als mystisch und aussichtsreich zugleich. Eine hier beschriebene Variante des E5 verläuft direkt über den kleinen Gipfel. Oben eröffnet sich ein weiter Rundblick über die Dolomiten, die Sarntaler Alpen und bis zum Alpenhauptkamm. Besonders bei Sonnenauf- oder -untergang wirkt der Ort fast magisch.
  • Weitere Aussichtspunkte wie z.B. Spieler, Kreuzjoch, Tschögglberg
    Die E5 Etappe Meran 2000 – Jenesien verläuft über längere Abschnitte über sanfte Bergkämme, in die kleine Hochplateaus eingebunden sind. So besticht die ganze Etappe durch herrliche Aussicht auf Dolomiten, Sarntaler Alpen, Ortlergruppe, Texelgruppe und den Alpenhauptkamm – einige Punkte wie der knapp abseits des E5 belegene Gipfel des Spielers, das Kreuzjoch oder der Tschögglberg stechen dabei noch einmal heraus. Teilweise wurden Aussichtplattformen wie am 2.086 m hohen Kreuzjoch installiert.
  • Erlebnisweg Sagenweg am Salten
    Der Sagenweg Salten ist ein familienfreundlicher Erlebnisweg auf dem Hochplateau Salten bei Jenesien. Entlang des Weges erzählen Stationen und Figuren von alten Südtiroler Sagen und Mythen. Der leichte Wanderweg führt durch Lärchenwiesen mit weitem Blick auf die Dolomiten und ins Etschtal. Besonders im Herbst, wenn sich die Lärchen goldgelb färben, entsteht eine stimmungsvolle, fast märchenhafte Landschaft. Die Tafeln und Illustrationen am Sagenweg Salten wurden teilweise von Schülerinnen und Schülern aus der Region gestaltet: Im Rahmen von Schul- und Kulturprojekten haben lokale Schulen Sagen und Motive aus dem Salten kreativ umgesetzt. Diese Beiträge wurden dann in die Stationen des Weges integriert. Dadurch hat der Sagenweg einen sehr lebendigen, regional verwurzelten Charakter und verbindet Wandererlebnis mit lokaler Erzähltradition und Jugendkultur. Weitere Info

Einkehrmöglich­keiten

  • Möltner Kaseralm: traditionelle Alm auf 1.763 m in idyllischer Waldlichtung (beliebter Rastplatz mit Möglichkeit zum Wasserauffüllen)
  • Gasthaus an der Jakobskirche: kleiner Gastbetrieb nahe der Kirche am Schermoos (Einkehr mit Panoramablick)
  • Hofschank Wietererhof: gemütlicher Hofschank kurz vor Jenesien (regionale Südtiroler Spezialitäten in bäuerlichem Ambiente)

Unterkünfte

  • Meraner Hütte: AVS-Schutzhütte auf ca. 1.960 m mit Zimmern und Hüttenlager (Ausgangspunkt der Etappe)
  • Jenesien: sonniges Hochplateau oberhalb von Bozen mit Hotels, Gasthöfen und Pensionen (Etappenziel mit guter touristischer Infrastruktur)

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