Panoramawege, Almenflair und Dolomitenblicke: Die E5-Etappe von Meran 2000 nach Jenesien verbindet entspannte Höhenwege mit echtem Südtirol-Genuss.
Die Etappe von Meran 2000 nach Jenesien verbindet aussichtsreiche Höhenwege mit dem besonderen Flair der Südtiroler Almlandschaft. Auf sanften Pfaden führt der E5 vorbei an weiten Bergwiesen, urigen Almen und lichten Lärchenwäldern – stets begleitet von beeindruckenden Blicken auf die Dolomiten und das Etschtal. Nach dem alpinen Charakter der vorherigen Etappen zeigt sich der Weitwanderweg hier von seiner genussvollen Seite: weniger steil, dafür umso panoramareicher. Immer wieder laden gemütliche Einkehrmöglichkeiten dazu ein, regionale Spezialitäten zu genießen und die Ruhe der Sarntaler Alpen auf sich wirken zu lassen. Der abwechslungsreiche Weg verläuft entlang aussichtsreicher Höhenrücken und führt schließlich hinunter nach Jenesien, einem sonnigen Hochplateau oberhalb von Bozen. Eine Etappe für alle, die Naturgenuss, Weitblicke und Südtiroler Almkultur miteinander verbinden möchten.
Wegbeschreibung
Die Tour startet auf der Meraner Hütte, wo man sich gut mit Wasser versorgen sollte, da auf den kommenden 9 km keine Möglichkeit zum Auffüllen besteht. Zunächst wird der Forststraße nach Süden (rechts aus Sicht der Hütte) gefolgt und nach 500 m rechts Richtung Kreuzjoch abgebogen (Weg Nr. 4; die ersten Meter auf einer Almstraße, die aber gleich zu einem Wanderweg wird).
Ein Abstecher zum 2.080 m hohen Spieler, gleich westlich des Weges gelegen, lohnt sich. Oben erwartet uns ein fantastisches Panorama und eine gemütliche Bank, die zum Verweilen einlädt.
Weiter geht es entlang des Bergrückens, anfangs abwärts ins Kreuzjöchl (1.984 m), dann wieder in gleicher Gehrichtung weiter leicht aufwärts zum 2.086 m hohen Gipfel des Kreuzjochs. Oben angekommen erwartet uns eine beeindruckende 360-Grad-Panoramaplattform mit einem letzten Blick zurück auf Meran 2000, bevor es über den Bergrücken hinunter – an einer Weggabelung links auf Weg Nr. 4 haltend – zum Auener Jöchl (1926 m) geht.
Man ignoriert die rechts und links abzweigenden Wege im Joch und wandert einige Meter weiter Richtung „Stoanerne Mandln“. Hier führt nun die Hauptroute des E5 rechts hinab – es ist jedoch sehr empfehlenswert, die etwas längere E5-Variante über den kleinen Gipfel der Stoanernen Mandln (Schöneck) zu nehmen. In diesem Fall wird der linke Weg Nr. 11 gewählt und zunächst ein kleines aber wunderschönes Hochplateau, wo im Sommer Kuhherden und Haflinger Pferde weiden, durchquert. Nach einem weiteren Anstieg von 70 Höhenmetern wird das Gipfelkreuz der Stoanernen Mandln (Schöneck) auf 2001 m erreicht – umgeben von hunderten von kleinen Steinmandln, die eine faszinierende Kulisse bieten.
Der anschließende Weg (Nr. 23A, dann rechts auf den Weg Nr. 28 abzweigen) führt über den Südkamm abwärts zur Möltner Kaseralm (1.763 m) die nach 9 km ausgehend vom Start erreicht wird. Die Alm liegt in einer idyllischen Waldlichtung und eignet sich perfekt für eine Rast. Hier gibt es zum ersten Mal seit dem Start wieder die Möglichkeit, Wasser aufzufüllen. Hier mündet die Variante des E5 über die Stoanernen Mandln wieder mit der Hauptroute zusammen.
Von der Alm führt eine flache Forststraße weiter nach Süden Richtung Salten. Nach dem kleinen Gipfel des Möltner Jochs (1733 m) führt der Weg weiter Richtung Süden an schönen Almhütten und große Feldkreuze, die den Weg säumen, vorbei. Bei der ersten Gabelung folgt der E5 dem linken der beiden Wege, um dann den rechten Weg zu wählen. Man trifft auf eine quer verlaufende Forststraße, der kurz nach links gefolgt, sogleich aber rechts der Weg Nr. 1 gewählt wird.
Nun wird der Parkplatz Schermoos passiert und links abbiegend zur Jakobus-Kirche aufgestiegen, wo sich ein weiterer Aussichtspunkt und ein kleiner Gastbetrieb befindet.
Der Weg Nr. 1 führt anschließend in gleicher Gehrichtung über eine malerische Lärchenallee leicht bergab und durch dichte Wiesen und Wälder. Ein Sagenweg begleitet den E5 Wanderer über den sanften Rücken der Langfenn Wiesen, und man kommt am sagenumwobenen Rabenbühel vorbei, um den sich alte Hexensagen ranken
Nach knapp 20 km endet der Sagenweg und man erreicht eine asphaltierte Straße. Nach einem Abstecher beim Gasthaus Edelweiss biegt man rechts ab und folgt dem Guggenweg (Nr. 33), der durch den Wald hinab zu einer Asphaltstraße führt. Unterwegs lohnt sich eine Einkehr beim Hofschank Wietererhof. Auf die Asphaltstraße rechts abbiegend wird das Dorf Jenesien nach einem abwechslungsreichen Tag voller atemberaubender Ausblicke und unvergesslicher Erlebnisse erreicht.

